Trotz Corona-Krise

Wir erleben die Natur

Senden Sie uns ihre Naturerlebnisse in Form eines Bildes und/oder eines kleinen Berichtes und wir veröffentlichen es hier, damit viele Menschen teilhaben können.

Von Frank Hinrichs

 

Auch Bienen möchten fließend Wasser

 

 

Im Mai letzten Jahres habe ich beschlossen, meine kleine Gartenparzelle auf Siebethsburg in Wilhelmshaven ein wenig umweltfreundlich umzugestalten. Bestandteil dieser Umgestaltung war ein kleiner Teich (einfach ein im Boden versenkter Maurerkübel, den ich als Bienen- und Vogeltränke mit einem paar Steinen einen Flachwasserbereich hinzugefügt hatte, so dass auch evtl. hineingefallene Tiere aus dem Wasser wieder herauskommen konnten).

 

Eine sehr interessante Beobachtung, die ich dabei gemacht habe, ist Folgende: Als ich in diesem Frühjahr meinen kleinen Wasserspeier (den ich eigentlich nur aus optischen Gründen hinzugefügt hatte) wieder in Betrieb nahm, wurde die kleine Wasserstelle von den Bienen auf einmal sehr viel stärker angenommen!

 

 

Meine Vermutung dabei ist, dass die Bienen das Plätschern des Wassers in den Teich hören können und als Orientierungshilfe benutzen!

 

Es werden im Netz vielfach kleine, solarbetriebene Springbrunnen o.Ä. angeboten, die man ohne großen Aufwand oder Kosten einer solchen Wasserstelle hinzufügen kann.

 

Außerdem ist von Vorteil bei meinem kleinen Teich, dass ein schräger, leicht poröser Stein quasi als schiefe Ebene in das Wasser hineinführt, auf dem die Bienen ohne Probleme landen können. Die Bienen trinken nicht direkt aus dem Teich, sondern in dem Bereich, in dem Das Wasser durch die Kapillarkräfte den Stein über der Wasseroberfläche leicht durchfeuchtet!

 

In der Hoffnung, dass diese einfach zu realisierende Idee vielleicht Nachahmer findet.

 

Von Margarete und Wolfgang Half aus Dangast

 

Wer war's?

 

Ein mit Ferienwohnungen ausuferndes Dorf bietet der Natur wenig Entfaltungsspielraum oder spezifisch den  fliegenden Freunden wenig Futterbasis Hinzu kommt noch in unmittelbarer Nachbarschaft des Dorfes ein Maisfeld mit der Anbaufolge; Glyphosat, gebeizter Mais, Gülle. Damit ist der Kreis geschlossen, dass geschlüpfte Jungvögel  in den Nestern des mageren Grüngürtels entweder verhungern oder viel zu spät mit dem Fliegen beginnen. Auf Grund der fehlenden Ernährungsvielfalt beschlossen wir über die Sommermonate per Futterhaus  weiter zu versorgen. Es sind ca. 8 Wiesen- und Singvogelarten die sich um die Zugänge zum Futterhaus drängen. Eine interessante Gesellschaft die man dort dann beobachten kann.

 

In unmittelbarer Nähe begann nun noch ein Kohlmeisenpärchen in einem Vogelkasten  zu brüten. Folglich wollten wir grade diesen Bewohnern und der zu erwartenden Kinderschar etwas besonderes bieten und hängten am Futterhaus einen zusätzlichen Meisenknödel auf. Das Angebot wurde zunächst gut angenommen.

 

Allerdings war der Meisenknödel nach wenigen Stunden Angebotszeit verschwunden. Der Knödel war mit einem stabilen Draht am Häuschen befestigt. Nur der Draht war noch vorhanden. Verwundert über den Verbrauch oder Verbleib des doch großen Knödels versuchten wir eine Erklärung. Ein kleiner Vogel kann unmöglich mit dem Fettknödel fliegen, aber wer kann da noch Interesse haben?

 

Im Sinne unseres Angebots, die Versorgung weiter zu sichern, hängten wir einen weiteren Meisenknödel auf. Sogar von einem gelben Netz umschlossen. So konnten wir vom Fenster erkennen  wer sich da gerade an dem Vogelhaus oder an dem Fettknödel versorgt. 

 

Nach circa einer Stunde war das gelbe Netz von unten geöffnet und der Knödel war wieder entfernt. Auf dem Boden lagen allerdings kleine Reste des Kunststoffnetzes. Folglich musste jemand mit scharfen Zähnen sein.

 

Während wir verständnislos unsere gescheiterten Bemühungen diskutierten, sprang in 10 m Distanz ein dunkelbraunes Eichhörnchen über die Gartenhütten. Wir glaubten zu sehen, dass es zu uns schaute und lachte. Einen Meisenknödel führte es nicht mit sich. Könnte es sein, dass ein Eichhörnchen einen Meisenknödel im Maul trägt?

Von Benjamin Zerhusen

Schwanenküken aus dem Nichts

Ich habe seit gut 3 Wochen ein Schwanenpaar in Mariensiel beim Brüten beobachtet und jetzt sind endlich die Küken geschlüpft. Die Mutter ist sehr(!) entspannt und lässt einen auch mal näher kommen, der Vater hingegen ist das genaue Gegenteil und überfällt auch gerne mal ahnungslose Kanuten und Kajakfahrer ;)

 

Fotografieren ist also ein wenig ein Spiel mit dem Feuer, man kann das Gewässer schlecht einsehen und Herr Schwan taucht gerne mal aus dem Nichts auf.

 

Flinke Füße und dauernd auf der Hut sein ist also wichtig, dafür lohnt es sich meiner Meinung nach :)

 

Insgesamt sind es 6 Küken, davon ist eins ganz weiß.

 

Von Lore Roeber

 

Mauerbienenbau mit Fahrstuhl

Mit einem kleinen Erlebnis auf unserer Terrasse möchte ich mich am "Naturerlebnis" beteiligen.

 

Im März baute im Stopper unserer Jalousie eine Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) ihr Nest.

 

Zunächst schleppte sie Lehmbröckchen heran, die in dem Stopper verschwanden, dann baute sie mit Pollen weiter. Zum Schluss versiegelte sie ihren Bau mit Lehm. Nun war das Heim mit eingebautem Fahrstuhl (wir schließen abends regelmäßig die Jalousie) fertig.

Jetzt hoffe ich auf das Glück, im nächsten Frühjahr den heranwachsenden Nachwuchs schlüpfen zu sehen.

Von Gudrun und Axel Bürgener

Botanisches Kleinod

Um ein bewegendes Naturereignis zu erleben, mussten wir nicht weit fahren. Mitten im Stadtgebiet Wilhelmshavens befindet sich ein einzigartiges Naturparadies – unmittelbar neben dem botanischen Garten, der neben der Vielfalt der Flora im Garten unserer Freunde Wolfgang Mews und Afra Cassens-Mews geradezu verblasst.

 

Gleich am ersten Tag, an dem die gelockerten Coronaregeln es erlaubten, trafen wir uns beim Kaffee auf der Terrasse mit einem geradezu überwältigenden Blick auf ein Blütenmeer in einem scheinbar undurchdringlichen Grün.

Zu viert und mit unseren Hunden haben wir es später gleichwohl durchdrungen. Auf schmalen Wegen und kaum wahrnehmbaren Pfaden – der Fotograf auch abseits davon – haben wir wieder einmal und zu dieser Jahreszeit ganz besonders gestaunt, welches botanische Kleinod sich dort am Neuengrodener Weg verbirgt.

 

Von Karl-Heinz Schmidt

 

Von der Lebensbaumwüste
zum Lebensraumgarten

Hallo,

 

wir haben im letzten Jahr unseren Garten (Neukauf) von Lebensbaumwüste auf naturfreundlich umgestaltet. Im neuangelegten Teich haben sich gekaufte Stichlinge reichlich vermehrt. Hier betreiben die jetzt bunt gefärbten Männchen die Brutpflege.

Neben unserem Grundstück verläuft die Ölpipeline. Hier habe ich eine breite Spur gefräst und eine bunte Blumenvielfalt ausgesät. Ich bin gespannt, wie dies später angenommen wird.

Unser Grundstück ist schon sehr insektenfreundlich bepflanzt. Die verschiedenen Wildbienenhotels werden gut angenommen. Von 4 mm bis 10 mm bieten wir den Insekten zur Eiablage über Papierröhrchen, MDF-Platten, bebohrte Buchenholzstämme und Betonnisthilfen verschieden Möglichkeiten. Eine Faltenwespe konnten wir beobachten, wie sie Nahrung für ihren Nachwuchs in eine 6 mm  Röhre geschoben hat. Inzwischen sind schon die meisten Röhren "zugemauert". Am besten werden die Wildbienenkinderstuben vom LBV-Shop angenommen. Hier werden wir wohl noch die große Variante kaufen, wenn sie wieder vorrätig ist. Wir lassen uns auch über verschieden Naturzeitschriften immer wieder inspirieren

Leider haben wir noch nicht viele Vögel im Garten. Blaumeisen brüten allerdings schon und sammeln fleißig Nahrung für ihre Jungen. Eine Lupine ist sehr stark von Läusen befallen. Hier kommen die Meisen oft vorbei und scheinen uns bei der Gartenpflege behilflich zu sein.

 

Zum Baden kommen aber schon etliche Vögel an den Teich. Das Mehrfamilienhaus für Sperlinge wartet noch auf Bezug.

 

Anbei ein paar Bilder von diesem Jahr.

 

Gruß aus Maadetal Mitte

 

 

Von Klaus Börgmann

 

Abgesperrte Austernfischer

Am Dienstag, den 05. Mai entdeckten Bernd und ich während einer "Eulentour" einen brütenden Austernfischer auf dem Golfplatz am Mennhauser Weg.
Natürlich habe ich sofort den Golfclub per Mail um eine Absperrung des betreffenden Parkplatzbereiches zum Schutz des brütenden Vogels gebeten.

 

Wegen des wieder aufgenommenen Spielbetriebes und einer fehlenden Rückmeldung habe ich am 6. Mai gleich noch einmal nachgesehen und habe den Austernfischer hinter einer Absperrung brütend vorgefunden.

 

An dieser Stelle daher mein Lob für die schnelle Reaktion des Golfclubs.

 

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